Wichtige Änderung für Zebra-Etikettendrucker: Die Netzwerkeinrichtung erfolgt nun anders!

  • , Von Martijn Versluis
  • 3 min Lesezeit
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Zebra hat mitgeteilt, dass neue europäische Vorschriften für die Sicherheit von Netzwerkgeräten, wie z. B. Etikettendruckern, in Kraft treten. Diese Regeln fallen unter die europäische Funkanlagenrichtlinie (RED) und gelten ab dem 1. August 2025. Aufgrund dieser neuen Bestimmungen müssen Zebra-Drucker besser gegen Hacker und Missbrauch geschützt werden. Daher ist ein obligatorisches Software-Update (Firmware-Update) für viele Zebra-Drucker erforderlich.

Wichtige Änderung für Zebra Etikettendrucker: Netzwerkeinrichtung wird anders

Zebra hat bekannt gegeben, dass neue europäische Vorschriften für die Sicherheit von Netzwerkgeräten, wie etwa Etikettendruckern, in Kraft treten. Diese Regeln fallen unter die Europäische Funkanlagenrichtlinie (Radio Equipment Directive, RED) und gelten ab dem 1. August 2025. Aufgrund dieser neuen Vorgaben müssen Zebra-Drucker besser vor Hackern und Missbrauch geschützt werden. Daher ist für viele Zebra-Drucker ein obligatorisches Software-Update (Firmware-Update) erforderlich. Ab diesem Update funktioniert die Netzwerkeinrichtung anders als bisher gewohnt.

Was genau ändert sich?

Ab der Softwareversion Link-OS 7.4.2 werden Zebra-Drucker standardmäßig wesentlich strenger abgesichert:

1. Netzwerkdienste sind standardmäßig deaktiviert

Dienste wie FTP - SNMP - Weboberfläche (HTTP) - Direkte Netzwerkverbindung (TCP) - sind künftig deaktiviert. Möchten Sie diese nutzen? Dann müssen Sie sich zunächst mit einem Passwort anmelden.

➡️ Das bedeutet: Sie können einen Drucker nicht mehr einfach ohne Sicherheitsvorkehrungen anschließen und verwenden.


2. Passwort ist obligatorisch

Jeder neue Drucker befindet sich standardmäßig im geschützten Modus.

Bei der ersten Inbetriebnahme müssen Sie:

  • ein Passwort festlegen

  • einen Administrator anlegen

Ohne dieses Passwort können Sie den Drucker nicht vollständig konfigurieren.


3. Updates und Dateien sind geschützt

Das Herunterladen von:

  • neuer Software

  • Einstellungen

  • geschützten Dateien

ist nur noch nach der Anmeldung möglich. So wird verhindert, dass Unbefugte Änderungen vornehmen.


4. Sicherheit bleibt immer aktiv

Auch wenn Sie den Drucker auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, bleiben die Sicherheitseinstellungen erhalten.

➡️ Also: Ein Reset bedeutet nicht mehr, dass alles „offen“ ist.


5. WLAN muss besser gesichert sein

Alte WLAN-Sicherheit (WPA/TKIP) funktioniert nicht mehr.

Mindestvoraussetzung ist nun:

  • WPA2 mit AES

  • oder neuer (wie WPA3)

Haben Sie ein altes Netzwerk? Dann kann sich der Drucker möglicherweise nicht mehr verbinden.


6. Bedienfeld wird gesperrt

Der Bildschirm am Drucker ist gesperrt, bis:

  • ein Administrator einen PIN-Code festlegt

Erst danach können Sie alle Funktionen nutzen.


Was bedeutet das in der Praxis?

Aufgrund dieser Regeln muss die Netzwerkverbindung von Zebra-Druckern künftig aktiver und bewusster konfiguriert werden.

Früher: ➡️ Drucker anschließen → Netzwerk einrichten → fertig

Künftig: ➡️ Drucker anschließen → Passwort festlegen → Sicherheit konfigurieren → Netzwerkdienste aktivieren → testen

Es kostet also etwas mehr Zeit, ist aber sicherer.


Welche Drucker sind davon betroffen?

Diese Zebra-Drucker unterliegen den neuen Regeln:

Industriedrucker: ZT111, ZT231, ZT411, ZT421, ZT510, ZT610, ZT620 

Desktop-Drucker: ZD230, ZD411, ZD421, ZD611, ZD621

Mobile Drucker: ZQ310, ZQ320 Plus, ZQ511, ZQ521, ZQ610 Plus, ZQ620 Plus, ZQ630 Plus

Wie lösen Sie das? Schauen Sie hier in unseren nächsten Blogbeitrag mit der Lösung und nützlichen Tipps!

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